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Die Sprechstunde


In der Regel findet der erste Kontakt im Rahmen der chirurgischen Sprechstunde statt. Schließlich haben die Patienten schon in zahlreichen Diäten und anderen konservativen Therapieversuchen vergeblich versucht, abzunehmen. Der Schritt ins Adipositaszentrum ist bei Vielen mit dem Gedanken verknüpft, dass nur noch eine Operation helfen kann.

Die Spezialsprechstunde Adipositas findet immer Montags von 8.00 Uhr bis 15.00 Uhr statt. Die Terminvergabe erfolgt über unser zentrales Patientenmanagement, dass sie unter 0931-201 39999 erreichen. Welche Voraussetzungen Sie erfüllen sollten, sehen sie hier aufgeführt.

Die Erstvorstellung


In einem ausführlichen Gespräch werden die Krankengeschichte, Vor-Operationen und die Voraussetzungen für eine Adipositas-Operation näher beleuchtet. Nach Ausschluss von Kontraindikationen werden wir mit Ihnen unter Berücksichtigung ihrer Begleiterkrankungen, ihres Essverhaltens und weiterer individueller Aspekte über ein geeignetes OP-Verfahren sprechen.

Die weitere Abklärung


Um eine vollständige Abklärung der Ursachen krankhaften Übergewichts zu gewährleisten oder um die konservative Therapie zu vervollständigen, dient ein Termin bei den Internisten des Adipositaszentrums. Hier werden Fachärzte für Diabetes und Stoffwechselerkrankungen Sie untersuchen und ein Gutachten erstellen, dass Bestandteil des Antrags auf Kostenübernahme ist, den wir für Sie bei Ihrer Krankenkasse stellen.

Sollte die konservative Therapie noch nicht ausreichend versucht worden sein, wie es die Leitlinien und die Krankenkassen vorschreiben, wird der Internist mit Ihnen ein mehrmonatiges konservatives Behandlungskonzept besprechen, dass sie durchlaufen sollten, um zu versuchen, mit konservativen Mitteln - also ohne Operation - einen dauerhaften Gewichtsverlust zu erzielen.

Eine Vorstellung in der Psychologie dient dazu, manifeste psychatrische Erkrankungen auszuschließen. Ausserdem wird ein Gutachten erstellt, das die Indikation, also die Begründung einer möglichen Operation unterstützt. Nach einer Operation werden sie in regelmäßigen Abständen ebenfalls psychologische Nachsorgetermine wahrnehmen.

Der Antrag


Sobald alle Voruntersuchungen abgeschlossen sind und alle notwendigen Atteste vorliegen, schreiben wir in Ihrem Namen einen Antrag auf Kostenübernahme der geplanten Operation an Ihre Krankenkasse. Durch diesen Antrag entstehen für Sie keine Kosten.

Der Antrag wird vom zuständigen Sachbearbeiter bei der Krankenkasse immer an den MDK, den medizinischen Kontrolldienst der Krankenkassen weitergereicht. Dieser berät die Krankenkassen in medizinischen Fragestellungen, also auch bei der Frage, ob ein Antrag berechtigt ist und dieser genehmigt wird.

Sie erhalten dann Post von Ihrer Krankenkasse, hoffentlich mit einer Zusage. Falls nicht, prüfen wir die Ablehnung und besprechen mit Ihnen mögliche Gründe. Ist die Ablehnung begründet, muss nochmals ein konservativer Therapieversuch stattfinden, andernfalls werden wir in Ihrem Namen einen Widerspruch schreiben. Falls Sie eine Ablehnung erhalten, sollten Sie lediglich ein kurzes Schreiben an die Kasse schicken, in dem Sie formlos Widerspruch einlegen mit der Erwähnung, dass ein ausführlicher Widerspruch durch uns folgen wird.

Die Operation


Hat die Krankenkasse Ihrem Antrag zugestimmt, werden wir mit Ihnen einen Operationstermin festlegen, noch abschließende Voruntersuchungen durchführen und sie über den geplanten Eingriff und die notwendige Narkose ausführlich aufklären. Der stationäre Aufenthalt beträgt je nach Operationsverfahren und persönlicher Krankenvorgeschichte etwa 5-7 Tage.

Zu den einzelnen Operationsverfahren finden Sie hier weitere Informationen.

Die Nachsorge


Um eine bestmögliche Nachsorge und einen nachhaltigen gesunden Gewichstsverlust zu erreichen, werden Sie nach einer Operation regelmäßige Nachsorgetermine wahrnehmen. Dabei werden Sie je nach durchgeführter Operation und Zeitpunkt der Nachsorge vom Chirurgen oder Internisten gesehen, begleitet von Nachsorgegesprächen mit der Psychologin und der Ernährungsberatung.

Voraussetzungen

Folgende Kriterien sollten erfüllt sein:

  • Sie sind zwischen 18 und 65 Jahre alt.
  • Ihr BMI ist größer als 40 kg/m²
    oder Ihr BMI ist größer als 35
    und
    Sie leiden an Gesundheitsproblemen, die mit schwerem Übergewicht verbunden sind. Z.B. Diabetes, Gelenkprobleme, Herzprobleme oder Schnarchen mit regelmäßigem Aussetzen der Atmung (Schlafapnoe).
  • Sie leiden seit über 5 Jahren an Übergewicht.
  • Es wurde ein multimodaler konservativer Therapieversuch über mehr als 6 Monate erfolglos durchgeführt
  • Sie haben keine andere Krankheit, die für das Übergewicht verantwortlich sein könnte.
  • Sie sind bereit, Ihre Eß- und Lebensgewohnheiten drastisch zu ändern und eine lebenslange Nachsorge in Anspruch zu nehmen.
  • Es liegt kein übermäßiger Alkoholkonsum vor.
  • Sie nehmen keine "bewußtseinserweiternden" Substanzen.

Chirurgische Nachsorge


In der chirurgischen Nachsorge stehen am Anfang postoperative Beschwerden und mögliche Komplikationen im Vordergrund. Sollten Sie ein Magenband erhalten haben, wird die Funktion des Bandes überprüft, ggf. wird es mittels einer Kochsalzinkektion in die Portkammer verstellt werden. Sollte es nötig sein, werden weitere Untersuchungen veranlasst, eine Endoskopie oder eine Röntgenuntersuchung beispielsweise.

 

 

Internistische Nachsorge


Die internistische Nachsorge hat ihr Hauptaugenmerk auf der Entstehung von Stoffwechselstörungen und Mangelzuständen, die durch Ernährungsfehler nach einigen Operationen auftreten können. In speziellen Blutuntersuchungen wird das Vorliegen solcher Mangelzustände überprüft und die entsprechende medikamentöse Therapie eingeleitet.

 

 

 

 

Psychologische Nachsorge


Die psychologische Nachsorge dient dem Erkennen und Bewältigen von psychosozialen und psychologischen Problemen. Ein bariatrischer Eingriff bedeutet möglicherweise eine große Umstellung in Ihrem Leben. Durch unserer Unterstützung möchten wir Ihnen helfen, nachhaltig und stabil ihr Gewicht zu reduzieren.